Ausstellung "Der weite Weg nach Westen"

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Das Gemeindearchiv Kerken präsentierte Im Oktober/November 2012 gemeinsam mit dem Geschichtsarbeitskreis Nieukerk im Heimatverein Nieukerk eine interessante Ausstellung im Haus Lawaczeck, Krefelder Straße 35, Nieukerk mit folgenden Schwerpunkten:
  • Vertreibung und Flucht
  • Fluchtwege
  • Eingliederung

In der Zeit von 1945 bis 1955 kamen über 1.000 Vertriebene und Flüchtlinge alleine nach Nieukerk und Eyll – mehr als 50 Prozent dieser Menschen blieben in unserer Gemeinde. Wir sind der Frage nachgegangen,
  • wie die Situation in ihrer alten Heimat zu Kriegsende war, was zur Flucht bzw. Vertreibung führte,
  • auf welchen Wegen und unter welchen Bedingungen die heimatlos gewordenen Menschen an den Niederrhein und schließlich nach Nieukerk kamen,
  • welche Situation hier nach Kriegsende vorzufinden war,
  • mit welchen Schwierigkeiten die Neuankömmlinge und auch die Einheimischen zu kämpfen hatten,
  • wie die evangelische Kirchengemeinde Aldekerk – Nieukerk infolge des Zuzugs vieler protestantischer Gläubiger entstand
  • wie die Wohnraumsituation sich im laufe der Nachkriegszeit verbesserte und es zum Bau von Siedlungen kam
  • etc.
Dazu haben wir Zeitzeugen und ihre Kinder befragt, die Akten studiert und die historische Literatur gelesen.

Ausgestellt haben wir Dokumente, Karten, Listen, Rezepte, Gegenstände, Tondokumente, Zeitungsausschnitte, Zeitzeugeninterviews in Film und schriftlicher Dokumentation sowie den Nachbau eines Büros im Wohnungsamt und vieles mehr.

Es gibt auch einen Bericht im Tagebuch ...
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Der Siedlungsbau nach dem II. Weltkrieg in Nieukerk sollte die Wohnungsnot beseitigen. Die neuen Häuser wurden von Einheimischen sowie Vertriebenen und Flüchtlingen in Eigenleistung errichtet und mit der finanziellen Unterstützung verschiedener Verbände errichtet.
Das Foto von Theo Molderings zeigt den Bau der Marienstraße, erster Bauabschnitt 1951.
Fotos von der Ausstellung gibt es hier (bitte auf das Bild klicken):