Das neue Buch von Michael Buyx heißt „Die Vogtei Gelderland“

Das Buch hat 254 Seiten und folglich ein reichhaltiges Inhaltsverzeichnis vorzuweisen. Das Titelbild zeigt eine Kartenskizze der Vogtei Gelderland mit ihren acht Kirchdörfern und noch mehr Bauernschaften von Vorst bei Sevelen über Eyll bei Nieukerk und Aldekerk bis Haag und Vinnbrück. Erworben werden kann es zum Preis von 18,90 Euro in allen Zweigstellen der Volksbank an der Niers und der Sparkasse Krefeld innerhalb der Vogtei: Hartefeld, Sevelen, Rheurdt, Schaephuysen, Tönisberg, Aldekerk und Nieukerk.

Heimatkunde der Spitzenklasse: Ein tolles Weihnachtsgeschenk!

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Michael Buyx kannte die Vogtei Gelderland besser als seine Hosentasche

Michael Buyx, der bekannte „Geometer“ aus Nieukerk, wusste seinerzeit genau Bescheid über den unteren Niederrhein. Vor allem seine Heimat, die Vogtei Gelderland, das heute politisch nicht mehr existierende Gebilde aus den Kirchdörfern Hartefeld, Sevelen, Rheurdt, Schaephuysen, Tönisberg, Stenden, Aldekerk und Nieukerk mit mehreren Bauernschaften hatte es ihm angetan.
So wusste er nicht nur, dass der eine Galgen der Vogtei in Vernum und der andere bei Tönisberg gestanden hatte. Er kannte die Bay östlich von Sevelen, die Örmsche Blink und die Weinberge in den Eikheister Feldern bei Rheurdt. Er war im Spicker-bruck bei Vluynbusch gewesen, er kannte die Bauernhöfe und Adelsgüter in Lind genauso gut wie die in Winternam und Baersdonk. Den Märchenerzählern, die aus der Schanze an der Vinnbrück eine Stadt machen wollten, erteilte Buyx eine Abfuhr.
Er kannte den Verlauf des kleinen Baches Stort in Stenden, das adlige Haus Titz ebenfalls in Stenden, die Paggenstraet und die Twee-Böömkes-Kuyl in Aldekerk. Und auch Lünings Poel und Kiwitz Högd im Eyller Bruch waren keine Fremdwörter für ihn, sondern eher das Gerüst, aus dem sich seine Heimat, die Vogtei, in sicherer Weise aufbaute.
Buyx hat einige seiner Aufsätze über die Vogtei drucken lassen. Viele seiner handschriftlichen Notizen dienten jedoch nur als Vorlage für seine Vorträge im Historischen Verein und blieben dann liegen.
Diese sammelte er als „Konvolut“ und „Collectanea“ und führte sie in seiner feinen, kleinen und nicht ganz leicht lesbaren Handschrift in großen Heften. Mancher Heimatfreund hatte sich dieser im Kevelaerer Museum gelagerter Notizen bereits bedient und diese in irgendeiner Form verwendet. Auch der Nieukerker Karl Dicks hatte sich um 1975 damit befasst und einige Buyx-Schriften damals noch mit der Schreibmaschine übertragen. Davon erfuhr viele Jahre später bei einem seiner Besuche im Kerkener Gemeindearchiv Mathias Büsch, gebürtig in Kengen, später in Aldekerk wohnhaft und von dort nach Stenden verzogen.
Beide, Büsch und Dicks, waren der Ansicht, dass die Arbeit von Michael Buyx für den engeren Heimatbereich der Vogtei Gelderland noch nicht in genügender Form bekannt geworden sei. So beschlossen sie, in Zusammenarbeit das handschriftliche Gesamtwerk von Buyx, das nicht nur Nieukerk, sondern die ganze Vogtei betrifft, als Buch herauszugeben. Nach mehrjähriger Arbeit ist dieses im September 2014 fertiggestellt und den Menschen der Vogtei in einer Feierstunde vorgestellt worden. Jeder, der dabei war, lobte das prächtige Buch, das da von den Buyxschen Hilfsschreibern Mathias Büsch und Karl Dicks präsentiert werden konnte und jetzt für alle zum Lesen und Schauen bereit steht.